Aus dem Einmaleins der Börse
Sind Anleihen ein gutes Werkzeug zum Vermögensaufbau?

Das Feld der Anleihen ist ein wahrlich weites. Doch ich möchte an dieser Stelle versuchen, Ihnen zumindest einen kleinen Überblick zu verschaffen.

 

Vor wenigen Tagen erst wurde das Thema wieder aktuell, als die US-Pleitestadt Chicago gemeinsam mit Goldman Sachs ein Sondervehikel namens Sales Tax Securitization Corporation ersann, um zukünftige Steuereinnahmen verbriefen zu können.

 

Geplant ist, rund 3 Milliarden US-Dollar über dieses Konstrukt zu akquirieren. Fitch Ratings hat bereits mitgespielt und die Anleihe mit einem AAA-Rating versehen.

 

Wir sehen, liebe Leser: Wer pleite ist, wird auf einmal kreativ, wenn es darum geht, trotzdem liquide zu bleiben. Der Bundesstaat Illinois hat allein in seiner Pensionskasse eine Deckungslücke von circa 130 Milliarden US-Dollar. 

Doch können Anleihen auch produktiv eingesetzt werden? Vielleicht gar für den eigenen Vermögensaufbau?

Um zunächst die Grundlagen zu klären: Unter einer Anleihe versteht man ein festverzinsliches Wertpapier. Darunter fallen etwa Staatsanleihen, Unternehmensanleihen und Pfandbriefe. Der Emittent der Anleihe, ein Staat oder ein Unternehmen, und der Anleger vereinbaren dabei einen festen Zinssatz, zu dem Letzterer sein Geld zur Verfügung stellt, sowie eine feste Laufzeit, für die das Kapital zur Verfügung steht. Meist erfolgt einmal im Jahr eine Zinsausschüttung. Nach Ablauf erhält der Anleger sein investiertes Kapital zurück – vorausgesetzt, der Emittent ist dann noch zahlungsfähig.

 

Anleihen müssen als Wertpapiere besonderen Anforderungen genügen, da sie Fremdkapital verbriefen und einfach gehandelt werden können. Die Anforderungen an die Emission einer Anleihe sind also deutlich höher als bei einer Kreditaufnahme.

 

Können wir Anleger heute noch guten Gewissens in Anleihen investieren?

Zunächst einmal: Sie investieren, wenn Sie Kapital selbstbestimmt und rational anlegen, mit der Absicht, das Kapital zu erhalten und gegebenenfalls zu vermehren. Sie sind und bleiben der Chef Ihres Vermögensaufbaus.

 

Der Anleihenmarkt ist sehr wichtig – und größer als der Aktienmarkt. Während der globale Aktienmarkt 2015 geschätzt 54 Billionen US-Dollar ausmachte, belief sich der Anleihenmarkt zum Jahresende 2015 auf 80 Billionen US-Dollar. Von diesen 80 Billionen Dollar sind gut die Hälfte Staatsanleihen.

 

Wenn der Anleihenmarkt so groß ist, muss er attraktiv sein. Und das ist er sowohl für Emittenten als auch für die Banken, die diesen Prozess begleiten. Emittenten können die Bank umgehen und sich direkt an den Kapitalmarkt wenden. Gerade in Zeiten von Niedrigzinsen ist dies eine sehr attraktive Möglichkeit, Schulden aufzunehmen.

 

Auch für die Banken sind Anleihen durchaus interessant, denn sie verdienen durch das Platzieren dieser Papiere bei Investoren und haben dann die Kredite „aus den Büchern“. Im Fachjargon heißt das „Disintermediation“. Während die Bank früher für die Kreditrisiken Kapital vorhalten musste, strukturiert und verkauft sie nun die Anleihen und kann sich dem nächsten Deal widmen.

 

Spielen Sie als Anleger mit dem Gedanken, in eine Anleihe zu investieren, ist es Ihre wichtigste Aufgabe, die Bonität des Emittenten zu prüfen!

Denn mit der Zahlungsfähigkeit des ausgebenden Unternehmens steht und fällt der Erfolg Ihres Investments. In jedem Fall allerdings gilt:

Finger weg von Aktienanleihen!

Hier ist der Emittent nicht das Unternehmen, mit dem vermutlich viele Anleger das Wertpapier identifizieren, sondern eine Bank. Diese legt fest, ob sie am Ende der Laufzeit oder beim Erreichen bestimmter Kursmarken das Geld zurückzahlt oder Ihnen stattdessen eine festgelegte Zahl von Aktien aushändigt.

 

In aller Regel bekommen Sie genau dann Aktien, wenn der Aktienkurs zum Ende der Laufzeit unter einem festgelegten Basispreis liegt. Das birgt gewaltige Kurs- und Kreditrisiken. Aktienanleihen sind somit viel riskanter als Anleihen, sogar riskanter als Aktien. Bei diesen können Sie wenigstens den Kauf- und Verkaufszeitpunkt selbst bestimmen.

 

Für klassische Wandelanleihen und Optionsanleihen gilt genau das Gegenteil: Hier können Sie die Anleihe in Aktienkapital umtauschen, wenn Sie wollen. Sie müssen aber nicht. Alternativ können Sie die verzinste Anleihe weiter halten. US-Superinvestor Warren Buffett hat oft Wandelanleihen und Optionsanleihen gekauft, aber ich versichere Ihnen: Aktienanleihen würde er niemals kaufen.

 

Das Feld der Anleihen ist weit. Und am langen Ende sind es stets Sie selbst, liebe Leser, die eine Investmententscheidung treffen müssen.

 

Ich wünsche Ihnen dabei ein gutes Händchen und vor allem einen klaren Blick auf die fundamentalen Daten.

 

Auf gute Investments,

Ihr

Max Otte


 

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Die Königsanalyse® ist die von Prof. Dr. Max Otte entwickelte Strategie zur Ermittlung der Investmentqualität und der Bestimmung des echten Werts eines Unternehmens. Das erklärte Ziel ist es dabei, die Wertpapiere herauszufiltern, die aktuell unterbewertet sind und gleichzeitig langfristig echte Qualitäts-Aktien darstellen.
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Qualitative Kriterien
1. Qualität des Geschäftsmodells
  • Ist das Geschäftsmodell verständlich und nachvollziehbar?
2. Güter / Dienstleistungen des täglichen Bedarfs
  • Produziert das Unternehmen billige Güter und Dienstleistungen des alltäglichen Bedarfs?
3. Nachhaltige Wettbewerbsvorteile
  • Ist das Unternehmen führend in seiner Branche?
  • Bestehen Netzwerkeffekte?
  • Hat das Unternehmen starke Markennamen?
4. Wachstumspotenzial der Branche
  • Handelt es sich um eine stabile Branche mit guten Wachstumsaussichten?
  • Hat das Unternehmen in seinen bestehenden Geschäftsfeldern gute Wachstumsaussichten?
5. Qualität des Managements
  • Wird das Unternehmen von ehrlichen und kompetenten Managern geführt?
  • Handeln das Management im Interesse der Anleger?
Qualitative Kriterien
6. Ergebnismargen
  • Erwirtschaftet das Unternehmen hohe Bruttomargen / hohe Gewinnmargen?
  • Können die Margen langfristig beibehalten werden?
7. Gewinnwachstum
  • Kann das Unternehmen möglichst über fünf Jahre ein kontinuierliches Gewinnwachstum aufweisen?
8. Historie / Beständigkeit
  • Wie lange existiert das Unternehmen?
  • Hat das Unternehmen ununterbrochen Gewinne erwirtschaftet?
  • Gibt es Verlustjahre?
9. Kapitalintensität
  • Erwirtschaftet das Unternehmen einen hohen operativen Cashflow?
  • Ist die Sachinvestitionsquote gering?
10. Bilanz, Verschuldung
  • Verfügt das Unternehmen über eine stabile und ausreichende Eigenkapitalquote?
  • Ist die Verzinsung des Eigenkapitals angemessen?
  • Wie hoch ist der Verschuldungsgrad?

Max Otte

Prof. Max Otte ist seit 2001 Professor für allgemeine und internationale Betriebswirtschaftslehre an der FH Worms. Von 2011 bis März 2016 war er Professor für quantitative und qualitative Unternehmensführung am Institut für Unternehmensführung und Entrepreneurship der Karl-Franzens-Universität Graz. Daneben hat sich Prof. Dr. Max Otte seit mehr als zehn Jahren voll und ganz dem Privatanleger verschrieben. Sein dabei verfolgtes Ziel:
Eine bankenunabhängige und nachvollziehbare Aktienanalyse auf Basis werto­rientierter Kapitalanlage anzubieten. Und das mit großem Erfolg.

Professor Max Otte Empfehlung:

In diesen Zeiten muss man in Sach­werte in­ves­tieren. Und Aktien sind Sach­werte. Es sind An­tei­le an real exis­tie­ren­den Unternehmen.

Prof. Dr. Max Ottes Strategie funktioniert – das beweist der Erfolg seines Fonds

Dass Value Investing im Allgemeinen und die Strategie der Königsanalyse® von Prof. Dr. Max Otte im Besonderen funktionieren, beweist seit Jahren die langfristige Performance des „PI Global Value Fund“. Er arbeitet zu 100 Prozent nach der von Prof. Dr. Max Otte entwickelten Methodik und liegt deutlich über dem MSCI-World - wie der Chart beweist.

Auf Grund des Erfolges des seit 2008 geführten Fonds wurde 2013 für deutsche Anleger ein Publikumsfonds, der „Professor Max Otte Vermögensbildungsfonds“ erfolgreich platziert.

Entwicklung an der Börse – Max Ottes PI Global Value Fund schlägt DAX und MSCI World




Das sagt die Presse

Eine der Grundbotschaften lautet: ‚Folgen Sie niemals blind irgendwelchen Empfehlungen.‘ Anleger sollten den eigenen Verstand benutzen. Das Handwerkszeug dafür liefert Otte.

(Süddeutsche Zeitung)

Schon 1998 schrieb Otte die Blaupause zur Euro- und Griechenlandkrise. Damals wollte das freilich niemand hören.
(Augsburger Allgemeine)

Prof. Dr. Max Otte wurde von einer der auflagenstärksten deutschen Börsenzeitschriften dreimal zum Börsianer des Jahres gewählt.
(Börse Online)

Man muss nicht übertreiben, um Prof. Dr. Max Otte ein gewisses Gespür für die Märkte zu bescheinigen.
(Süddeutsche Zeitung)

Die Vielzahl von Aktien und Empfehlungen erschwert jede Anlageentscheidung. Abhilfe schafft jetzt Prof. Dr. Max Otte. Er stellt fest, dass eine leicht nachvollziehbare Strategie die besten Ergebnisse erzielt.
(Focus Money)

Auch wenn die Börse schwächelt: Prof. Dr. Max Ottes Anlagetipps behalten ihre Gültigkeit.
(Manager Magazin)

Ein hellsichtiger Ökonom: Prof. Dr. Max Otte ist kein Optimist. Aber leider hat der Professor, Schriftsteller und Fondsmanager mit seinen Prognosen Recht behalten. 2006 sagte er die Krise voraus.
(Inforadio des RBB)

Er ist ein international gefragter Finanzfachmann [und] gilt als äußerst kompetenter Ratgeber.
(Kölner Rundschau)

PRIVATINVESTOR-TV

Max Otte klärt auf: Warum Sie jetzt in Aktien investieren müssen
Die Königsanalyse – Im Video anschaulich erklärt
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