Oktober
Der Monat mit erhöhtem Crash-Risiko

von Dr. Daniel Stelter

zuerst erschienen am 11. Oktober 2018 auf WirtschaftsWoche Online

der privatinvestor


Nicht wenige Anleger dürften froh sein, wenn der Oktober, traditionell der Monat mit der höchsten Volatilität an den Börsen, in drei Wochen vorbei ist. Denn Crash-Gefahren lauern überall.

Könnte ich Crashs vorhersagen, würde ich nicht diese Kolumne schreiben, sondern stattdessen in einem warmen Steuerparadies von meinen Spekulationsgewinnen leben. Es gehört neben der richtigen Analyse immer auch ein Quäntchen Glück dazu, nicht nur den Kurseinbruch richtig vorherzusagen, sondern auch noch den genauen Zeitpunkt. In meinem letzten Artikel habe ich ausführlich erläutert, dass es allemal besser ist, sich auf unterbewertete und unbeliebte Märkte zu konzentrieren, statt auf einen Einbruch am populären Markt zu wetten. Passendes Beispiel ist meine viel zu früh ausgesprochene Warnung vor den FAANGs. Wohl dem, der auf meine Prognose nicht gehört hat. Er liegt, allen zwischenzeitlichen Einbrüchen zum Trotz 2018 klar im Plus.

Nach den strengen Prinzipien des Value Investing!

crash oktober

Alles hängt an den USA

Womit wir erneut bei der vorläufigen Bilanz des Jahres 2018 wären:


  • S&P 500: + 8%
  • Nikkei: +4,5%
  • Euro Stoxx 50: - 4,5%
  • Dax: - 6,2%
  • Shanghai: -17%
  • Gold: - 8,1%

Während der Nikkei Hoffnung macht, den jahrzehntelangen Niedergang seit 1990 hinter sich zu lassen und Japan immer noch zu den attraktivsten und billigsten Märkten gehört, ist die Lage in den USA eine andere: ein Markt, getrieben von immer weniger Werten, hoch bewertet, hoch geleveragt (hohe Verschuldung der Unternehmen und hohe Verschuldung der Spekulanten) und gerade mittendrin in einer vielleicht historischen Zinswende.

Wenn man auf einen Crash setzen sollte, dann wäre es wohl eindeutig an der Wall Street. Das denke nicht nur ich, das schreiben sogar seriöse Adressen wie Goldman Sachs. Deren „Bear Market Probability Model“, welches 1999 und 2007 gut funktioniert hat, liegt mit 80% deutlich über den damaligen Werten. Nur in den 1960er Jahren wurden noch höhere Zahlen erreicht. Was folgte, war die Baisse der 1970er Jahre, die Aktien in den USA und weltweit so billig machte, wie schon lange nicht mehr. Man muss kein Schwarzmaler sein, um zu der Schlussfolgerung zu kommen, die Wall Street zu meiden.

Die magischen drei Prozent

Dies vor allem vor dem Hintergrund der sich immer deutlicher abzeichnenden Zinswende in den USA. Immer wieder war ich an dieser Stelle skeptisch mit Blick auf das Ausmaß der Zinserhöhung. Meine Logik war und ist dabei eine einfache. Eine so hoch verschuldete Wirtschaft verkraftet keine höheren Zinsen, ohne in eine schwere Rezession zu stürzen. Einem derart fragilen Finanzsystem droht eine Finanzkrise, die jene der Jahre 2008 fortfolgende noch in den Schatten stellt. Nach dem Motto, es kann nicht sein, was nicht sein darf.


crash oktober


Als magische Hürde wurde von Marktbeobachtern und Chart-Technikern ein Satz von über drei Prozent für die zehnjährige US-Staatsanleihe (US-Treasury) genannt. Ab diesem Punkt würde es kritisch. Lange sah es für mich so aus, als ob diese Hürde hielte, vor allem weil es eine Rekordspekulation auf fallende Anleihenkurse gab. Eine derartig einseitige Positionierung in den Märkten führt üblicherweise zu einer technischen Gegenreaktion. Diesmal nicht. Es kam tatsächlich zu einem Überschreiten der Drei-Prozent-Hürde und wir befinden uns auf gefährlichem Terrain.

An US-Staatsanleihen orientiert sich die Weltfinanz

Die US-Staatsanleihen definieren so etwas wie den Spareckzins für das Weltfinanzsystem:


  • Anleihen werden relativ zu Aktien attraktiver, was die Bewertung von Aktien tendenziell drückt.
  • Die Zinskosten für Unternehmen steigen, was zu geringeren Gewinnen führt. Auch dies spricht für tiefere Aktienkurse.
  • Die höher verschuldeten Unternehmen kommen zusätzlich unter Druck, weil die Zinskosten stärker steigen als das allgemeine Zinsniveau. Das Risiko schlägt sich in höheren Spreads (also Aufschlägen gegenüber den Staatsanleihen) nieder.
  • Spekulation auf Kredit lohnt sich weniger. Dies bringt alle Käufer auf Kredit unter Druck. Sei dies an den Börsen (Wertpapierkredite) oder an den Immobilienmärkten (Hypotheken). Folge ist ein zunehmender Verkaufsdruck, der sich – wie immer wieder anhand der Logik von Margin Calls an dieser Stelle erläutert – rasch in einem deutlichen Einbruch an den Märkten entladen kann.
  • Die Nachfrage in der Wirtschaft geht zurück. Unternehmen und Konsumenten schränken ihre Ausgaben ein. In der Folge sinken die Gewinne der Unternehmen weiter, die Aktien kommen unter Druck.
  • Dies alles gilt nicht nur für die USA, sondern für die Weltwirtschaft. Überall kommen Schuldner unter Druck, vor allem jene, die den Fehler gemacht haben, sich auch noch in US-Dollar zu verschulden. Sie werden doppelt in die Zange genommen, von steigenden Zinsen und einem teureren US-Dollar. Türkei und Argentinien genügen als Stichworte.

Dünne Aufwärtsbewegung, gestiegene Risiken

Insofern überrascht es nicht, dass der Aufschwung an der US-Börse zunehmend dünner wird. Der Markt beginnt die Rezession zu riechen. Noch immer haben die Zinserhöhungen der Fed zu Rezession, Baisse und Schwellenländerkrise geführt. Hinzu kommt, dass der Blick auf das Zinsniveau alleine keinen vollständigen Eindruck der Liquiditätsverknappung durch die Fed gibt. Wenig beachtet wird, dass die Fed schon seit Monaten dabei ist, den Bestand an aufgekauften Wertpapieren zu reduzieren. Ab Oktober strebt sie an immerhin 50 Milliarden US-Dollar pro Monat abzubauen. Damit verknappt sich die Liquidität mehr als in früheren Zinserhöhungszyklen, die in zehn der letzten 13 Fälle eine Rezession zur Folge hatten, in den übrigen Fällen eine Schwellenländerkrise. Diesmal vielleicht beides?

Ihr erster Schritt zum Börsenerfolg!

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2007 hatten wir eine ähnliche Situation. Die Zinsen stiegen auf das Niveau des langfristigen Abwärtstrends. Die Börse zeigte sich davon vorerst unbeeindruckt und stieg weiter. Wenig später hatten wir Finanzkrise und Rezession. Nun bedeutet dies nicht, dass es diesmal genauso sein muss. Vieles spricht aber dafür, dass die Risiken deutlich gestiegen sind:


  • Zum einen die bereits diskutierte fehlende Breite der letzten Aufwärtsentwicklung. Immer ein klares Zeichen für technische Schwäche.
  • Spiegelbildlich sind viele Aktien in den USA schon deutlich im Minus.
  • Das zeigt sich auch am Volumen der gehandelten Aktien. Erhebliche Volumina führen nur zu kleinen Zugewinnen, was ein Zeichen dafür ist, dass es erhebliche Abgabebereitschaft gibt.
  • Die US-Börse ist – wie gezeigt – recht einsam mit der Performance in diesem Jahr. Auch der Anstieg seit 2009 war mit über 300 Prozent deutlich über dem Niveau der anderen Märkte in Europa und in Asien.
  • Die US-Märkte bleiben teuer, sowohl gemessen am CAPE-Ratio wie auch am Umsatz-Multiple des S&P 500.
  • Amerika ist vorerst das einzige Land, in dem die Zinsen wirklich steigen.
  • Zugleich scheint der Wirtschaftsaufschwung mittlerweile zu Knappheit an den Arbeitsmärkten und damit höheren Löhnen und Inflationsraten zu führen.
  • Die US-Konsumenten sind so optimistisch wie seit 1999 nicht mehr. Immer wenn der Optimismus besonders groß war, dauert es nicht mehr lange bis zum Einbruch.
  • Während die Unternehmens-Insider, also Mitglieder des Managements im Rekordvolumen Aktien verkaufen.

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In den letzten Tagen kam die US-Börse schon deutlich unter Druck. Die Volatilität ist wieder erheblich gestiegen. Leicht möglich, dass mehr Investoren kalte Füße bekommen, was wiederum den Abwärtstrend beschleunigt. Durch die hohe Verschuldung im System kann es keinen langsamen Kursrückgang geben. Wenn es rutscht, dann schnell.

1987 und 1929 brauchte es keinen exogenen Schock für einen Crash. Diesmal gäbe es genügend mögliche Auslöser. So oder so bin ich froh, wenn der Oktober vorbei ist.


Auf gute Investments,

Ihr

Daniel Stelter


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„Ich habe nie richtig verstanden, wie man es praktisch umsetzt, ein Value Investor zu sein.
Dank Der Privatinvestor jage ich jetzt keine Kurse mehr an den Börsen, sondern warte bis mein Investment seinen Inneren Wert erreicht oder übersteigt. Man bekommt nicht nur Ratschläge, in welche Aktien man investieren sollte, sondern wird auch geschult, wie man denken sollte. Privatinvestor-TV bringt das alles auf den Punkt und ergänzt die Briefe gut. Danke!“

Alexander Popp, Stockholm



Mit Mut und Geduld ins Börsenjahr 2019

In Phasen der Korrektur legen wir die Saat für neue Renditen!

In den letzten Wochen des Jahres 2018 ging es an den Börsen weltweit sehr stürmisch zu. Der Dezember 2018 war der schlechteste Börsendezember seit 1931. Der Max Otte Vermögensbildungsfonds hat diesen trüben Monat mit einem Minus von 8,08 Prozent überstanden. Damit lag der NAV per 31.12.2018 bei 123,40 EUR. Der S&P 500 verlor sogar 9,18 Prozent. Der MSCI World EUR war mit -8,59 Prozent ebenfalls schwach.

Aber wir schauen auf das langfristige Bild und lassen uns von solchen temporär schwierigen Zeiten nicht verrückt machen. Oftmals werden Korrekturen herbeigesehnt, um günstiger einkaufen zu können. Wenn sie dann aber kommen, muss man sie als Value Investor auch nutzen. Schauen wir auf die Performance seit Jahresbeginn, dann sehen wir, dass das Minus des Max Otte Vermögensbildungsfonds von 3,4 Prozent im Vergleich zur Konkurrenz beachtenswert gering ausfällt. Im Gesamtjahr 2018 verlor der MSCI World EUR stolze 5,9 Prozent, der DAX sogar 18,3 Prozent, der Stoxx Europe 600 13,2 Prozent und der Schweizer SMI 10,2 Prozent.

Vor diesem Hintergrund sind wir durchaus zufrieden mit unserer Arbeit, auch wenn wir uns ein Plus gewünscht hätten. Wie Sie wissen, hatten wir zu Beginn des vergangenen Jahres angekündigt, Liquidität aufzubauen. Dieser Aspekt zusammen mit unserer sorgfältigen Titelauswahl hat dazu beigetragen, dass wir alle Indizes hinter uns lassen konnten.


Warum es sich nicht lohnt in einer Korrektur Fondsanteile zu verkaufen

In der Vergangenheit haben wir bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass sich Market Timing schlicht und ergreifend nicht lohnt. Dennoch sind einige Anleger im Dezember auf die Signale von „Mr. Market“ angesprungen und haben pro-zyklisch agiert. Teilweise war auch Panik im Markt. Dies ist jedoch selten zielführend. Doch auch die „Markt-Timer“ werden den absoluten Tiefpunkt ihrer Aktienkurse mit großer Sicherheit nicht treffen. Viel eher werden sie noch so manche schlaflose Nacht durchleben.

Max Otte zeigt Ihnen den Weg zum nachhaltigen Börsenerfolg!




Anleger sind grundsätzlich gut damit beraten, Korrekturen – auch wenn sie so durchgreifend sind wie im Dezember 2018 – auszusitzen. Zum einen schont das Aussitzen das Nervenkostüm, denn Sie sind nicht unter Druck den richtigen Verkaufs- und anschließend wieder den richtigen Einstiegszeitpunkt zu finden. Vielleicht läuft Ihnen der Markt davon, wenn Sie zu früh an die Seitenlinie gehen. Oder aber Sie verpassen es in der Korrektur wieder rechtzeitig einzusteigen. Das ist sogar sehr wahrscheinlich. Zudem müssen Sie auf Ihre Gewinne Steuern bezahlen, sodass Ihr Depot allein schon durch die Transaktion quasi einen Bärenmarkt betritt. Richtig wäre es hier ruhig und geduldig zu bleiben und regelmäßig nachzukaufen. Langfristig zahlt sich das aus.

Es ist allerdings besonders bitter, wenn Sie das Tief nicht treffen und Ihnen dadurch nur einige wenige sehr starke Tage entgehen. Der Effekt ist größer als Sie glauben könnten. Ein Beispiel: Hätten Sie zum Jahresbeginn 1998 vor der Dotcom-Blase einmalig 10.000 USD in den S&P 500 investiert, dann hätten Sie nach einer Untersuchung von JPMorgan Ende 2017 (inklusive Dividenden):


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Zur Erklärung: 20 Jahre haben 7.305 Tage. 10 Tage entsprechen in diesem Zeithorizont lediglich 0,13%. 30 Tage entsprechen 0,41%.


Sie sehen: Einige wenige verpasste Tage können die gesamte Performance eines Portfolios über Jahre hinweg ruinieren. Ohne die 10 besten Tage wäre es nur halb so wertvoll. Im Beispiel des S&P 500 sind übrigens auch der Dotcom-Crash und die Finanzkrise von 2008 voll inkludiert. Geschickte Nachkäufe zu niedrigeren Kursen sind hier gar nicht enthalten.

Anleger, die uns ihr Vertrauen im Max Otte Vermögensbildungsfonds geschenkt haben, profitierten in den vergangenen 5 Jahren von unserer umsichtigen Vorgehensweise. Der folgende Chart zeigt, dass der MOVBF über 22% tiefer stünde, wenn wir lediglich die 10 besten Tage verpasst hätten.


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Wir sind der festen Überzeugung, dass in Börsenkorrekturen die Saat für neue Renditen gelegt wird. Denn gute Aktien von starken Unternehmen, wie wir sie dank unserer bewährten Königsanalyse finden, steigen langfristig. Korrekturen bieten oft gute (Nach-)Kaufgelegenheiten. Und wir sind zuversichtlich, dass unsere Portfolio-Positionen in fünf bis zehn Jahren deutlich besser dastehen als gegenwärtig und wir von der Entwicklung des Fonds langfristig profitieren werden.


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Sie können mit Aktien viel Geld verdienen!

Wahrscheinlich mehr Geld, als Sie denken. Aber auch anders, als Sie denken. Ich zeige Ihnen, wie Sie ihre Finanz- und Sparziele erreichen und mit durchschnittlich 10% Rendite alle 7 Jahre Ihr Kapital verdoppeln können. Das Gute daran: Mein System ist ziemlich einfach. Und: Mein System ist logisch aufgebaut. Mit Disziplin können Sie es erlernen und meine Methoden selbst anwenden. Das ist nicht für jeden etwas, denn es gilt, die Stimmungsschwankungen an den Börsen eiskalt auszusitzen und zu nutzen.


Renditen von 8 bis 10% pro Jahr können Sie aber nur mit Sachwerten erzielen, mit Produktivvermögen, mit dem Sie am Wachstum der Wirtschaft teilhaben. Geldforderungen – seien es Anleihen, Termingelder oder Lebensversicherungen – werden nicht annähernd diese Renditen erbringen.


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Aktien sind Produktiv-Vermögen

Sie verbriefen ein Eigentum an einem Unternehmen und dessen Erträgen. Die großen Vermögen wurden in Deutschland vor allem von Unternehmensanteilen, Aktien und Landbesitz über den Zweiten Weltkrieg gerettet und sind oftmals noch heute intakt, so zum Beispiel das Vermögen der Familie Quandt (BMW), der Haniels (Celesio, vormals Gehe, Metro, Takkt), der Henkels oder der Erben von Fresenius, Wella und Tchibo. Da kann es nicht so verkehrt sein, wenn Sie sich in dasselbe Boot setzen.


crash oktober


Können Sie sich – ohne einen Chef fragen zu müssen – ruhigen Gewissens ein Jahr lang in die Rocky Mountains verabschieden?

Oder einen Segeltörn um die Welt machen? Wollen Sie weiterhin in Ihrem Beruf arbeiten, weil er Ihnen Freude macht? Oder stöhnen Sie unter der Last Ihrer Ratenkredite und wissen nicht, wie Sie die nächste Rechnung der Autowerkstatt bezahlen sollen? Müssen Sie unter einem unerträglichen Vorgesetzten leiden, weil Sie finanziell keine Alternative haben?

Ist finanzielle Freiheit ein Luftschloss?

Ich sage: Nein. Sie ist für jeden Normalbürger, der sich engagiert und diszipliniert, erreichbar. Grundlegende Voraussetzung allerdings, um finanzielle Freiheit erreichen zu können, ist eine Kompetenz, die die überwältigende Mehrheit unserer Mitbürger nie erworben hat: die Kunst, Geldgeschäfte zu beherrschen.


Ich bin überzeugt davon, dass wir uns den Weg zur finanziellen Freiheit nicht mit Erwerbsarbeit allein ebnen können. Selbst Menschen mit Jahreseinkommen in sieben- und achtstelliger Höhe haben schon einmal Totalverluste und Insolvenzen erlebt: Regisseur Francis Ford Coppola, Boxer Mike Tyson und die Schauspielerin Kim Basinger. Sie alle drei haben mindestens einmal in ihrem Leben schon alles verloren. Und dies aus dem einfachen Grund, dass sie nicht die grundlegenden Prinzipien des Investierens angewandt haben. 


Es geht darum, dass Sie Ihr Geld richtig anlegen

Investieren heißt, langfristig Kapital anzulegen mit dem Ziel, Werterhalt oder Wertzuwachs zu erzielen. Hierzu müssen Sie Ihr Investment analysieren und verstehen. Meiden Sie also bitte Produkte, die Sie nicht verstehen, auch wenn die Versprechungen verlockend sind.


Warren Buffett, vielleicht der erfolgreichste Investor der Geschichte, hat 50 Jahre lang Durchschnittsrenditen von 20,8 Prozent erzielt. Das entspricht einer Wertsteigerung von 1,6 Millionen Prozent.


Er investierte sein Geld in solch bekannte Großunternehmen wie Coca-Cola und erzielte damit langfristig eine erstaunliche Durchschnittsrendite von 21 Prozent pro Jahr. Wenn Oma Erna bei Warren Buffett investiert hätte – und es gibt in den USA Omas, die das getan haben –, wären aus 1000 Euro in vierzig Jahren mehr als 2 Millionen Euro geworden!


Diese Weltspitze werden Sie sicherlich nicht erreichen. Aber den DAX um ein paar Prozent zu schlagen ist möglich, wenn Sie sich wirklich mit der Materie beschäftigen. Wichtig ist dabei vor allem Ihr Charakter. 



Auch Normalbürger können es schaffen

Stephanie Mucha, eine ehemalige Krankenschwester aus Buffalo, wurde mit Aktien Multimillionärin. Als ihr Mann 1985 starb, hatte das Ehepaar ein Vermögen von 300.000 Dollar. Im Jahr 2014 waren es 5,5 Millionen Dollar. Das waren 10 Prozent Rendite pro Jahr. 


Mit 10 Prozent werden Sie vielleicht kein Multimilliardär, aber auch damit sollte es Ihnen gelingen, eine gute Summe auf die Seite zu legen. 


Die Höhe des Startkapitals ist nicht alles

Es stimmt – von nichts kommt nichts. Aber das Beispiel Stephanie Mucha zeigt, dass Sie auch mit einem sehr kleinen Startkapital so weit kommen können, dass Ihr Geld für Sie zu arbeiten beginnt. Geduld ist die Geheimwaffe eines jeden Langfristinvestors. Alleine Sie bestimmen, wie viel Geduld Sie haben. Damit haben Sie einen unschätzbaren Vorteil gegenüber vielen Reichen und Managertypen.


 Viele Privatanleger sind verunsichert. Sicherheit steht bei vielen im Vordergrund. Das ist der falsche Ansatz – es ist ein negatives Ziel! Sie sollten sich damit nicht zufriedengeben! Denken Sie an finanzielle Freiheit! Defensive und Offensive gehören beide zur Kapitalanlage. Immer.


Finanzielle Freiheit ist ein wichtiger Bestandteil Ihrer persönlichen Freiheit

Überprüfen Sie Ihre Finanzziele und Ihre Grundeinstellung. Nehmen Sie Ihre Finanzen in die eigene Hand. Dies ist einfacher, als Sie denken. Vermögensaufbau schafft finanzielle Freiheit. Und finanzielle Freiheit ermöglicht es Ihnen, Ihr volles Potential zu entwickeln.



Vermögen aufbauen und sichern

Es geht nicht darum, schnell reich zu werden. Es geht darum, das mühsam Erarbeitete zu sichern. In einer Krise kann auch der Gewinner sein, der am wenigsten verliert. Denn die Gefahr in der heutigen Gemengelage viel zu verlieren, ist groß. Deutlich gesagt: Wenn Sie auf der Suche nach schneller und riskanter Geldvermehrung sind, dann sind Sie hier falsch. Wenn Sie Ihr Vermögen aber sichern wollen, dann sind Sie hier richtig.

Starten Sie jetzt Ihren Vermögensaufbau!

crash oktober

Kriterium Details Max. Punkte
Geschäfts­modell
1. Ver­ständ­lichkeit / Qualität
  1. Ist das Geschäft leicht verständlich?
  2. Handelt es sich um Güter/DL des täglichen Bedarfs?
  3. Handelt es sich um ein Lagfrist­investment, Zykliker oder Turnaround?
  10
2. Wett­bewerbs­vorteile
  1. Gibt es starke Marken, Netzwerk­effekte oder sonstige Eintritts­barrieren?
  2. Sind die Wettbewerbs­vorteile langfristig verteidigbar (Burggraben)?
  3. Ist das Unternehmen Marktführer seiner Branche?
  10
3. Profitabilität / Cashflow
  1. Werden hohe Margen / Cashflows generiert?
  2. Wie haben sich die Margen entwickelt?
  3. gibt es hohe wieder­kehrende Cashflows?
  10
4. Historie / Beständigkeit
  1. Wie lange existiert das Unternehmen schon?
  2. Ist die Geschäfts­entwicklung ingsgesamt konstant oder gab es Verlustjahre?
  3. Wurde der Buchwert gesteigert?
  10
Zwischen­summe   40
Manage­ment
5. Unternehmens­führung / Transparenz
  1. Wie lange ist das jetzige Management schon im Unternehmen aktiv?
  2. Welche Branchen­kentnisse bringt das Management mit (vorherige Karrierestationen etc.)
  3. Kommuniziert das jetzige Management offen und transparent=
  10
6. Eigentümer­perspektive
  1. Ist das Management am langfristigen Unternehmens­erfolg beteiligt?
  2. Wird das Unternehmen vom Gründer oder einem Mitglied der Gründer­familie geführt?
  3. Kauft das Management bei gefallenem Kurs nach?
  10
7. Operatives Management
  1. Wie sind die Margen des Unternehmens im Vergleich zum Wettbewerb?
  2. Konnte der ROI gesteigert werden?
  3. Wie geht das Management mit Krisen um?
  10
8. Kapital­mangement
  1. Trugen vergangene Akquistionen zur Erhöhung des Unternehmens­wertes bei?
  2. Verwendet das Management den ein­behaltenen Gewinn sinnvoll?
  3. Wie hoch ist die Rendite auf das eingesetzte Kapital?
  10
Zwischen­summe   40
Bilanz
9. Vers­chuldung / Kapital­struktur
  1. Ist die Verschuldung angemessen?
  2. Wie haben sich die Netto­schulden entwickelt?
  3. Gibt es hohe Pensionsverpflichtungen?
  10
10. Stabilität Bilanz insgesamt
  1. Ist die Eigen­kapitalquote hoch?
  2. Wie hat sich das Eigen­kapital entwickelt?
  3. Sind die kurzfristigen Verbindlich­keiten durch das Umlauf­vermögen gedeckt?
  10
Zwischen­summe   20
Gesamt 100

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