GameStop
Personalrochade beim Spieleriesen


In der Jahresausgabe 2017/18 haben wir den Abonnenten von Der Privatinvestor das Unternehmen GameStop als Turnaround-Kandidaten vorgestellt: einen Einzelhändler mittlerer Qualität aus dem Bereich Computerspiele und Zubehör, der trotz herausfordernder Marktgegebenheiten vom Markt unterbewertet wurde und wird.

 

Nun erhält das US-amerikanische Unternehmen einen neuen CEO. Michael K. Mauler, 56, ist seit mehr als 16 Jahren im Unternehmen tätig. Zuvor war er u.a. Executive Vice President. Der Veteran hat dabei den Unternehmensbereich International geleitet und war an der Einführung des globalen Collectibles-Geschäfts im Jahr 2014 beteiligt. Er betreute fast 2.000 Geschäfte auf der ganzen Welt, die unter den Marken GameStop, EB Games, Micromania und Zing Pop Culture operierten.

 

Vieles spricht für den neuen CEO Michael K. Mauler

Er ist ein „Insider“ und genießt aufgrund seiner Erfahrung zurecht Vertrauen. Mauler ist es auch zu verdanken, dass das internationale Angebot von GameStop um den lukrativen und wachsenden Geschäftsbereich Collectibles erweitert wurde. Zusätzlich zu seiner internationalen Rolle war Mauler als Senior Vice President of Supply Chain and International Support bei GameStop und vor der Fusion von GameStop und EB Games im Jahr 2005 als Vice President of Logistics für Electronics Boutique tätig.

 

„Mike ist seit vielen Jahren Teil des Senior Leadership Teams von GameStop, in dem er eine wichtige Rolle bei der Entwicklung und Umsetzung unserer Diversifikationsstrategie, bei der erfolgreichen Führung unserer internationalen Aktivitäten und beim Ausbau unserer Kerngeschäftsfelder gespielt hat“, sagte Dan DeMatteo, Executive Chairman von GameStop, in seiner Erklärung. Welche Entschädigung Mauler als CEO erhalten wird, müsse noch festgelegt werden. DeMatteo selbst fungiert seit November als Interims-CEO von GameStop.

 

Nur drei Tage nach der Ernennung Michael Maulers zum CEO hat GameStop zwei weitere Top-Führungskräfte entlassen. Ihre Kündigungen erhielten der COO und ehemalige Präsident Tony Bartel sowie Michael Hogan, der als Executive VP für strategische Unternehmens- und Markenentwicklung tätig war. Nachfolger wurden noch nicht benannt.

 

Bartel ist ein 17-jähriger Veteran, der leitende Positionen in den Bereichen Merchandising, Marketing und internationale Finanzen innehatte, bevor er von 2010 bis 2015 als Präsident und danach als Chief Operating Officer fungierte. Hogan kam im Jahr 2008 als Senior VP zu GameStop, wo er für Marketing, Strategie, E-Commerce und gebrauchte Produkte verantwortlich war.

 

GameStop teilte der Securities & Exchange Commission (SEC) mit, dass die Kündigungen ohne Grund erfolgten. Sie erhalten daher die vollen Zahlungen und Leistungen, die in ihren Verträgen festgelegt wurden.

 

Erfreuliches Weihnachtsgeschäft

Am 12. Januar veröffentlichte GameStop seine Verkaufsergebnisse für die neunwöchige Weihnachtszeit, die am 30. Dezember 2017 endete. Der weltweite Gesamtumsatz für die Urlaubszeit betrug 2,77 Milliarden US-Dollar – ein Plus von 10,6 Prozent gegenüber dem Weihnachtsgeschäft 2016.

 

Dan DeMatteo, damals noch Interims-CEO, sagte  dazu: „Wir sind mit unserer Verkaufsperformance während der wichtigen Weihnachtszeit zufrieden, die von der Stärke des Nintendo Switch und der Xbox One X sowie von einer soliden Zunahme unseres Geschäfts mit Collectibles getrieben wird. Unsere Ergebnisse zeigen die begeisterte Reaktion unserer Kunden auf neue Produkte und unsere Fähigkeit, strategisch ausgerichtetes Marketing zu betreiben.“

 

Der Umsatz mit neuer Hardware stieg um 38,3 Prozent gegenüber 2016, was auf die anhaltend starke Nachfrage nach dem Nintendo Switch und die Einführung von Microsofts Xbox One X zurückzuführen ist.

 

Der Umsatz mit neuer Videospiel-Software stieg um 7,3 Prozent – die Konsequenz des Erfolgs von Activisions neuem Spiel „Call of Duty: WWII“ und der anhaltenden Stärke der Nintendo Switch-Titel. Die Verkäufe von Zubehör für Videospiele stiegen um 33,7 Prozent, was abermals hauptsächlich auf die Beliebtheit der neuen Konsole Nintendo Switch zurückzuführen ist. Nicht so gut lief das Geschäft mit gebrauchter Spiele-Software. Hier hing der Umsatz um 8,1 Prozent zurück.

 

Der Umsatz mit Collectibles stieg sogar um 19,4 Prozent auf 211,3 Millionen US-Dollar, getrieben von einer starken Performance bei Bekleidung und Spielzeug.

 

Zukünftig will GameStop dieses florierende Segment der Collectibles weiter stärken und seine Läden dementsprechend umbauen.

 

  Umsatz im Weihnachtsgeschäft 2017 Veränderung zu 2016
Neue Hardware 717,7 Mio. USD +38,3%
Neue Videospiele 855,2 Mio. USD +7,3%
Gebrauchte Spiele 472,6 Mio. USD -8,1%
Spiele-Zubehör 251,2 Mio. USD +33,7%
Collectibles 211,3 Mio. USD +19,4%
andere 262 Mio. USD
alle Segmente 2,77 Mrd. USD +10,6%

 

Weiterhin interessantes Investment

Der Gewinn für das Geschäftsjahr 2017 wird um Null herum liegen und somit kein KGV zustande kommen, da GameStop eine einmalige, nicht-cashwirksame Abschreibung aus dem Tech-Segment vornehmen wird. Die Cashflows sind aber weiter reichlich vorhanden.

 

Aktuell liegen das EV/EBIT-Ratio bei 3,8, das Kurs-Gewinn-Verhältnis bei 4,4, das KUV bei 0,18 und das KBV bei 0,7.

 

Die Dividendenrendite beträgt starke 9,5 Prozent, bei einer Ausschüttungsquote bezogen auf Operativen Cashflow und aktuellen 12-Monats-Nettogewinn von rund 40 Prozent.

 

In Summe zeigen alle Metriken eine sehr günstige und aus unserer Sicht irrationale Bewertung durch den Markt an. Das Unternehmen wird gehandelt wie der nächste Pleitegeier – das Geschäft ist aber stabil und GameStop diversifiziert sich. Gerade das Geschäft mit Collectibles und Online-Spielen wird zukünftig noch weiter wachsen. GameStop wird davon profitieren.

 

Unsere Einschätzung bleibt intakt. 

 

Herzlichst,

Ihr

 

Alan Galecki,
Analyst im Team von Max Otte

 

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  • Verfügt das Unternehmen über eine stabile und ausreichende Eigenkapitalquote?
  • Ist die Verzinsung des Eigenkapitals angemessen?
  • Wie hoch ist der Verschuldungsgrad?

Max Otte

Prof. Max Otte ist seit 2001 Professor für allgemeine und internationale Betriebswirtschaftslehre an der FH Worms. Von 2011 bis März 2016 war er Professor für quantitative und qualitative Unternehmensführung am Institut für Unternehmensführung und Entrepreneurship der Karl-Franzens-Universität Graz. Daneben hat sich Prof. Dr. Max Otte seit mehr als zehn Jahren voll und ganz dem Privatanleger verschrieben. Sein dabei verfolgtes Ziel:
Eine bankenunabhängige und nachvollziehbare Aktienanalyse auf Basis werto­rientierter Kapitalanlage anzubieten. Und das mit großem Erfolg.

Professor Max Otte Empfehlung:

In diesen Zeiten muss man in Sach­werte in­ves­tieren. Und Aktien sind Sach­werte. Es sind An­tei­le an real exis­tie­ren­den Unternehmen.

Prof. Dr. Max Ottes Strategie funktioniert – das beweist der Erfolg seines Fonds

Dass Value Investing im Allgemeinen und die Strategie der Königsanalyse® von Prof. Dr. Max Otte im Besonderen funktionieren, beweist seit Jahren die langfristige Performance des „PI Global Value Fund“. Er arbeitet zu 100 Prozent nach der von Prof. Dr. Max Otte entwickelten Methodik und liegt deutlich über dem MSCI-World - wie der Chart beweist.

Auf Grund des Erfolges des seit 2008 geführten Fonds wurde 2013 für deutsche Anleger ein Publikumsfonds, der „Professor Max Otte Vermögensbildungsfonds“ erfolgreich platziert.

Entwicklung an der Börse – Max Ottes PI Global Value Fund schlägt DAX und MSCI World




Das sagt die Presse

Eine der Grundbotschaften lautet: ‚Folgen Sie niemals blind irgendwelchen Empfehlungen.‘ Anleger sollten den eigenen Verstand benutzen. Das Handwerkszeug dafür liefert Otte.

(Süddeutsche Zeitung)

Schon 1998 schrieb Otte die Blaupause zur Euro- und Griechenlandkrise. Damals wollte das freilich niemand hören.
(Augsburger Allgemeine)

Prof. Dr. Max Otte wurde von einer der auflagenstärksten deutschen Börsenzeitschriften dreimal zum Börsianer des Jahres gewählt.
(Börse Online)

Man muss nicht übertreiben, um Prof. Dr. Max Otte ein gewisses Gespür für die Märkte zu bescheinigen.
(Süddeutsche Zeitung)

Die Vielzahl von Aktien und Empfehlungen erschwert jede Anlageentscheidung. Abhilfe schafft jetzt Prof. Dr. Max Otte. Er stellt fest, dass eine leicht nachvollziehbare Strategie die besten Ergebnisse erzielt.
(Focus Money)

Auch wenn die Börse schwächelt: Prof. Dr. Max Ottes Anlagetipps behalten ihre Gültigkeit.
(Manager Magazin)

Ein hellsichtiger Ökonom: Prof. Dr. Max Otte ist kein Optimist. Aber leider hat der Professor, Schriftsteller und Fondsmanager mit seinen Prognosen Recht behalten. 2006 sagte er die Krise voraus.
(Inforadio des RBB)

Er ist ein international gefragter Finanzfachmann [und] gilt als äußerst kompetenter Ratgeber.
(Kölner Rundschau)

PRIVATINVESTOR-TV

Max Otte klärt auf: Warum Sie jetzt in Aktien investieren müssen
Die Königsanalyse – Im Video anschaulich erklärt
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