Die wichtigste Regel für jeden Investor
Don't lose money!


 Gelegentlich werde ich noch zu Insiderveranstaltungen eingeladen. Und manchmal, gehe ich sogar hin, denn es kann durchaus hilfreich sein, mal wieder reinzuschnuppern. Am 17. November war ich als Gast auf dem European Banking Congress in der Alten Oper in Frankfurt.

Nachdem ich gelegentlich darüber gescherzt habe, dass ich Mario Draghi nicht aus der Nähe kennenlernen durfte, ist dies nun vorbei. Ich hätte ihm vom der Empore herab auf den Kopf spucken, oder noch besser: einen Farbbeutel werfen können. Ich muss zugeben, dass der Gedanke irgendwie mein Hirn durchkreuzte. Getan habe ich es dann doch nicht.

 

Draghi wirkt mit seinem schweren Akzept viel „italienischer“ als man es vielleicht glauben möchte

Sehr südländisch. Wären wir nicht aufgeklärte Menschen, würden mir da jetzt sofort gewisse Vorurteile einfallen.

Wie dem auch sei: Bei Goldman Sachs hat er seine italienischen Freunde und der englischen Finanzwelt viele gute Geschäfte gebracht, indem er kräftig an der Privatisierung von italienischem Staatsvermögen mitwirkte. Und nun betreibt er eine Politik zum Nutzen der Finanzbranche und der Südländer, während die Mittelschicht in Deutschland und Italien die Zeche zahlt, unter anderem durch massive Zinsverluste.

Zu Veranschaulichung möchte ich Ihre Aufmerksamkeit, liebe Leser, auf eine Veröffentlichung des italienischen Finanzministeriums vom 27. November 2017 lenken.

In einer knappen Datenübersicht zeigen uns die Beamten den ganzen Finanzwahnsinn auf, der Europa zurzeit heimsucht

Erstens: Deutschland hat vor wenigen Tagen für zwei Jahre Laufzeit Anleihen verkauft. Hier liegt die Negativrendite bei -0,71 Prozent. Also zahlen die Anleger Geld dafür, dass sie Deutschland Geld leihen dürfen. Bei 5 Milliarden Euro Angebot lag die Nachfrage bei 6,1 Milliarden Euro.

Und am 27. November hat dann das italienische Finanzministerium den Anlegern angeboten, 2 Milliarden Euro italienische Staatsschulden für zwei Jahre zu kaufen. Die Rendite liegt bei -0,337 Prozent.

Das ist absurd. Anleger sollen 0,33 Prozent Verlust machen, wenn sie Italien Geld für zwei Jahre leihen?

Das Verrückte: Die Anleger haben bei 2 Milliarden Euro Angebot den Italienern die Bude eingerannt mit einer Nachfrage von 4,38 Milliarden Euro – 119 Prozent über dem Angebotsvolumen.

Auf diesem Datenblatt haben Sie den Wahnsinn schwarz auf weiß, liebe Leser:

Aus Anlegersicht kann ich eine solche Strategie absolut nicht gutheißen.

 

Denn die wichtigste aller Regeln für jeden Investor lautet:

Don’t lose money!

Sie müssen immer zuerst darauf bedacht sein, Verluste zu vermeiden! Denken Sie an die Zeit des Neuen Marktes zurück und versuchen Sie, sich an Ihr eigenes Portfolio zu erinnern. Waren es letztlich die Gewinne, die Sie gemacht haben, oder die Verluste, die letztlich die Performance Ihres Portfolios bestimmt haben? Vielleicht geht es Ihnen ebenso wie einem Nachbarn von mir, der Porsche-Aktien hatte und diese im Jahr 2000 in Aktien des NEMAX tauschte, weil alle anderen ihm von ihren sagenhaften Gewinnen bei NEMAX-Aktien erzählten. Wie diese Investmentstory ausging, brauche ich nicht weiter zu erzählen…

 

Sie haben in den letzten Monate schon ordentliche Gewinne gemacht?

Schön! Seien Sie zufrieden. Aber lassen Sie sich nicht von den Gewinnen, die andere angeblich gemacht haben, verleiten, übergroße Risiken einzugehen. Wir stecken schon wieder Markt mit recht hohen Bewertungen. Der Markt kann noch eine ganze Weile laufen. Aber wenn Sie jetzt in großem Stil zusätzlich investieren, kann das auch zu Verlusten führen.

 

In dieser Investmentsaison sind die Qualitätstitel deutlich hinter den Zyklikern zurückgeblieben. In den letzten Jahren haben Blue Chips immer wieder zuverlässig ihre Renditen abgeliefert. Immer mehr institutionelle Investoren und auch Private haben diese Titel als Anleiheersatz entdeckt. Sie gelten als besonders sicher und damit auch als mögliche Renditebringer in konservativen Portfolios.

 

Schon lange warne ich davor, dass dies nicht immer so weitergehen wird. Denn die Kurssteigerungen dieser Unternehmen kamen nicht nur aus organischem Umsatzwachstum, sondern auch daher, dass sie ihre Margen gesteigert haben und dass die Bewertungsmultiplikatoren (KGVs) gestiegen sind.

 

Dummerweise trifft man den richtigen Ausstiegszeitpunkt nie. Verkaufen ist viel schwieriger als kaufen. Die richtige Strategie ist es, schrittweise auszusteigen. Überprüfen Sie Ihren Bestand an „Klassikern“. Schauen Sie sich die Bewertungen an. Und dann bauen Sie alle sechs bis zwölf Monate einen Teil davon ab.

 

Auf gute Investments,

Ihr

Max Otte

 

 

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Die Königsanalyse® ist die von Prof. Dr. Max Otte entwickelte Strategie zur Ermittlung der Investmentqualität und der Bestimmung des echten Werts eines Unternehmens. Das erklärte Ziel ist es dabei, die Wertpapiere herauszufiltern, die aktuell unterbewertet sind und gleichzeitig langfristig echte Qualitäts-Aktien darstellen.
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Qualitative Kriterien
1. Qualität des Geschäftsmodells
  • Ist das Geschäftsmodell verständlich und nachvollziehbar?
2. Güter / Dienstleistungen des täglichen Bedarfs
  • Produziert das Unternehmen billige Güter und Dienstleistungen des alltäglichen Bedarfs?
3. Nachhaltige Wettbewerbsvorteile
  • Ist das Unternehmen führend in seiner Branche?
  • Bestehen Netzwerkeffekte?
  • Hat das Unternehmen starke Markennamen?
4. Wachstumspotenzial der Branche
  • Handelt es sich um eine stabile Branche mit guten Wachstumsaussichten?
  • Hat das Unternehmen in seinen bestehenden Geschäftsfeldern gute Wachstumsaussichten?
5. Qualität des Managements
  • Wird das Unternehmen von ehrlichen und kompetenten Managern geführt?
  • Handeln das Management im Interesse der Anleger?
Qualitative Kriterien
6. Ergebnismargen
  • Erwirtschaftet das Unternehmen hohe Bruttomargen / hohe Gewinnmargen?
  • Können die Margen langfristig beibehalten werden?
7. Gewinnwachstum
  • Kann das Unternehmen möglichst über fünf Jahre ein kontinuierliches Gewinnwachstum aufweisen?
8. Historie / Beständigkeit
  • Wie lange existiert das Unternehmen?
  • Hat das Unternehmen ununterbrochen Gewinne erwirtschaftet?
  • Gibt es Verlustjahre?
9. Kapitalintensität
  • Erwirtschaftet das Unternehmen einen hohen operativen Cashflow?
  • Ist die Sachinvestitionsquote gering?
10. Bilanz, Verschuldung
  • Verfügt das Unternehmen über eine stabile und ausreichende Eigenkapitalquote?
  • Ist die Verzinsung des Eigenkapitals angemessen?
  • Wie hoch ist der Verschuldungsgrad?

Max Otte

Prof. Max Otte ist seit 2001 Professor für allgemeine und internationale Betriebswirtschaftslehre an der FH Worms. Von 2011 bis März 2016 war er Professor für quantitative und qualitative Unternehmensführung am Institut für Unternehmensführung und Entrepreneurship der Karl-Franzens-Universität Graz. Daneben hat sich Prof. Dr. Max Otte seit mehr als zehn Jahren voll und ganz dem Privatanleger verschrieben. Sein dabei verfolgtes Ziel:
Eine bankenunabhängige und nachvollziehbare Aktienanalyse auf Basis werto­rientierter Kapitalanlage anzubieten. Und das mit großem Erfolg.

Professor Max Otte Empfehlung:

In diesen Zeiten muss man in Sach­werte in­ves­tieren. Und Aktien sind Sach­werte. Es sind An­tei­le an real exis­tie­ren­den Unternehmen.

Prof. Dr. Max Ottes Strategie funktioniert – das beweist der Erfolg seines Fonds

Dass Value Investing im Allgemeinen und die Strategie der Königsanalyse® von Prof. Dr. Max Otte im Besonderen funktionieren, beweist seit Jahren die langfristige Performance des „PI Global Value Fund“. Er arbeitet zu 100 Prozent nach der von Prof. Dr. Max Otte entwickelten Methodik und liegt deutlich über dem MSCI-World - wie der Chart beweist.

Auf Grund des Erfolges des seit 2008 geführten Fonds wurde 2013 für deutsche Anleger ein Publikumsfonds, der „Professor Max Otte Vermögensbildungsfonds“ erfolgreich platziert.

Entwicklung an der Börse – Max Ottes PI Global Value Fund schlägt DAX und MSCI World




Das sagt die Presse

Eine der Grundbotschaften lautet: ‚Folgen Sie niemals blind irgendwelchen Empfehlungen.‘ Anleger sollten den eigenen Verstand benutzen. Das Handwerkszeug dafür liefert Otte.

(Süddeutsche Zeitung)

Schon 1998 schrieb Otte die Blaupause zur Euro- und Griechenlandkrise. Damals wollte das freilich niemand hören.
(Augsburger Allgemeine)

Prof. Dr. Max Otte wurde von einer der auflagenstärksten deutschen Börsenzeitschriften dreimal zum Börsianer des Jahres gewählt.
(Börse Online)

Man muss nicht übertreiben, um Prof. Dr. Max Otte ein gewisses Gespür für die Märkte zu bescheinigen.
(Süddeutsche Zeitung)

Die Vielzahl von Aktien und Empfehlungen erschwert jede Anlageentscheidung. Abhilfe schafft jetzt Prof. Dr. Max Otte. Er stellt fest, dass eine leicht nachvollziehbare Strategie die besten Ergebnisse erzielt.
(Focus Money)

Auch wenn die Börse schwächelt: Prof. Dr. Max Ottes Anlagetipps behalten ihre Gültigkeit.
(Manager Magazin)

Ein hellsichtiger Ökonom: Prof. Dr. Max Otte ist kein Optimist. Aber leider hat der Professor, Schriftsteller und Fondsmanager mit seinen Prognosen Recht behalten. 2006 sagte er die Krise voraus.
(Inforadio des RBB)

Er ist ein international gefragter Finanzfachmann [und] gilt als äußerst kompetenter Ratgeber.
(Kölner Rundschau)

PRIVATINVESTOR-TV

Max Otte klärt auf: Warum Sie jetzt in Aktien investieren müssen
Die Königsanalyse – Im Video anschaulich erklärt

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